Sonntag, 05. September 2010

 

 

Die neuen
2010er Teamtrikots
sind im Shop erhältlich

 

Kurzarm Jersey

 

Langarm Jersey

 

Hose kurz

 

BBP/HAIBIKE Fahrer Jörg Scherle beim Radsportfestival in Garmisch-Partenkirchen, BBP- Vertreten bei der Cyclotour de Lemann

 
 

Nach einer Leistungsdiagnostik am Samstag bei sportamed reiste BBP-Teamfahrer Jörg mit Zuversicht zum Zugspitz-Marathon nach Garmisch-Partenkirchen. Aufgrund der schweren Regenfälle der letzte Tage wurde die ursprünglich 51km lange Mitteldistanz auf 43km verkürzt. Auch am heutigen Sonntag regnete es aus Strömen, nur kurz nach dem Start lies sich mal die Sonne blicken. Nach dem neutralisierten Start wurde am ersten Anstieg mit über 500hm das Tempo deutlich verschärft. Jörg reihte sich in der Verfolgergruppe ein, in der sich auch Fahrer vom Team Nolte-küchen und Texpa-Simplon befanden. Da die meisten Wege auf Schotter verliefen war die Strecke zum größten Teil überraschend gut zu fahren. Ausnahme machten einige kurze Wurzeltrails und ein längerer Waldanstieg der alle Fahrer zum Schieben zwang. Nach 1:54:41 Stunden kam Jörg mit Platz 15 gesamt (8. AK) ins Ziel. Kommenden Sonntag wird Jörg beim Marathon in Bad Wildbad angreifen um wichtige Punkte für die German-Bike-Masters zu sammeln.

Supporter Simeon Janßen und Gastfahrer Felix  Martin standen bei schlechtesten Wettervorhersagen am Start bei der cyclotour du Leman in Lausanne (CH).
Der Startschuss für die Genfer See-Umrundung (180km) viel um 6:30 Uhr bei Nieselregen. Simeon und Felix konnten sich von Anfang an im vorderen Peloton positionieren. – Es regnete. Kurz vor der ersten Verpflegungsstation bei km 42 gab es eine Schrecksekunde: bei einem Bahnübergang mit querliegenden Schienen kam ein Fahrer zu Fall und rutschte in Simeons Fahrspur.  Mehrere Fahrer stürzten, Simeon konnte jedoch in letzter Sekunde ausweichen und so kam er mit dem Schrecken davon. In der Ersten Verpflegungsstation mussten die Zwei Getränke nachfüllen und so verloren sie das Peloton. Die kommenden Kilometer waren sie auf sich alleine gestellt. Während ihrer Aufholjagd überholten Sie mehrere Fahrer, doch leider ließ sich keiner zu gemeinsamer Arbeit animieren. Bei Evian-les Bains (F) begannen Sie erneut eine intensive Aufholjagd am Hinterrad von eben dort gestarteten Fahrern, die auf die 110km-Strecke gestartet waren.  Die Beiden im Maillot Best-Bike-Parts konnten jedoch das Tempo nicht mitgehen und mussten die noch frischen Fahrer ziehen lassen.
Kurz nach Thonon-les-Bains (F) erwischten sie das Hinterrad eines starken Solisten. So konnten sie sich endlich etwas ausruhen und ihre Kräfte neu sammeln. Zu dritt fuhren sie weitere 40 Kilometer, wobei der andere Fahrer keine Anstalten machte sich die Führungsarbeit teilen zu wollen. Er zog Kilometer für Kilometer in einem für Simeon und Felix angenehmen Pulsbereich. Ab Genf bekamen sie nach und nach Zuwachs von Fahrern, die vom schnellen Peloton haben abreißen lassen müssen. -Es hörte endlich auf zu regnen und die Sonne war durch schwere Wolken nur zu erahnen.  So zogen sie als Dreiergruppe noch einige Fahrer bis Lausanne ins Ziel.
Dank ausgezeichneter Materialauswahl des Roadbikes von Simeon und 1A Materialsupport an die Beiden des erfahrenen Teamcheffs Lukas Kubis fuhren Simeon und Felix eine nicht erahnte Zeit von 05:04.03 ohne Defekt und ohne Sturz. Sie belegten damit Platz 122 & 123. Somit wurden sie nach nationaler Wertung zweit- und drittplatzierte deutsche hinter Jakob Winkelmann (Alstom Power) 04:55.53 aus Stuttgart. Bestzeit der 180 km- Runde war 04:23.43.
 

 

 
 

Unterwegs mit dem Twenty Niner - Vorsicht Suchtgefahr!

 
 

Rennfreies Wochenende - da Lukas bereits im Vorfeld von den tollen Fahreigenschaften des 29er Bikes geschwärmt hatte, wollte sich André nun selber davon überzeugen und das Niner Testbike aus dem Best-Bike-Parts Shop einem ausgiebigen Test unterziehen. Freitag Abend holte André das Bike bei Lukas ab und mußte sofort feststellen, das ohne Demontage des Vorderrades das Bike nicht in den Kofferaum seines Kombis passt.
Kurz zum Bike: Als Basis dient der leichte, stabile EMD Alurahmen von Niner, der ein hohes Maß an Komfort bietet. An der Front ist eine Rock Shox Reba Race mit 80mm Federweg und Lenker Lock Out verbaut. Für 29 Bikes sind 80mm total ausreichend. Sogar der Einbau einer Starrgabel ist eine Überlegung wert.
Das Bike rollt zudem auf American Classic Laufrädern (Tubeless mit Dichtmilch u. Maxxis Crossmark). Die restliche Ausstattung entspricht XT bzw. XTR Niveau, damit liegt das Gewicht bei ca. 10,5kg, also ready to Race bis auf den Rizer Lenker mit dem tourenmäßig positiv montierten Vorbau.
Samstag Morgen erst einmal die Sitzposition eingestellt. Was sofort auffällt, man hat das Gefühl, das man "im" statt "auf" dem Bike sitzt. Die riesigen Laufrädern sind schon sehr ungewohnt, aber spätestens nach 3 Tagen hat man dies vergessen, zudem vermitteln sehr viel Sicherheit in allen Fahrsituationen.
Anschließend ging es dann zur ersten Ausfahrt und sofort einen nassen Wiesenanstieg mit 18% hoch. Hier zeigte sich sofort die unglaubliche Traktion, welche die größeren Laufräder bieten und auch beim anschließenden Downhill fährt das Niner wie auf Schienen um die Kurven. Ich musste schon richtig an der Hinterradbremse ziehen um das Hinterrad zu einem Slide zu bewegen. Unterwegs auf der Trainingsrunde suchte ich mir noch einige schlammige Passagen und Wurzeltrails, aber trotz den Trockenreifen verlor das Niner nie die Bodenhaftung.
Tag 2: Die nächste Runde stand auf dem Programm. André fuhr erst einmal auf den Radwegen Richtung Bad Ditzenbach. Hier wollte ich nun mit dem Niner den über 22%-igen Anstieg zur Kreuzkapelle bezwingen. Bereits vor einigen Wochen bin ich hier schon einmal mit dem 26-er MTB hoch gefahren. Ich musste damals sehr darauf achten, das mir das Hinterrad auf den zahllosen lockeren Steinen nicht wegrutscht. Ganz anders sah es nun mit dem Niner aus. Ich fuhr bewußt über die größten Steine und nie drehte das Hinterrad durch und auch das Vorderrad behielt immer Bodenkontakt. Auf Grund der größeren Räder muss das Niner mit 1-2 Gängen kleiner gefahren werden, aber selbst Anstiege mit über 20% sind mit einer Übersetzung 22-34 problemlos zu bewältigen.
Weiter führte mich meine Tour Richtung Reussenstein. Hier kannte ich noch einen schönen Singletrail mit zahlreichen Wurzeln u. Steinen. Heute war er zudem noch richtig schön schlammig. So souverän wie ich mit dem Niner hier durchgeheizt bin, war mir das bisher nie möglich. Mit den kleineren 26 Zoll Laufrädern bleibt man sehr oft an den Wurzeln oder Steinen hängen, durch die daraus entstehenden Belastungsspitzen schießt einem das Laktat regelrecht in die Beine. Heute kein Problem, das Niner rollt über alle Hindernisse einfach drüber. Abschließend ging es hinter der Teck noch eine rasante Schotterabfahrt runter. Da ich mich nun an den tollen Grip gewöhnt hatte, lies ich es richtig bergab mit 65km/h richtig krachen. Die Laufruhe der großen Laufräder ist sehr beeindruckend, selbst grober Schotter bringt keinerlei Unruhe in das Bike.
Tag 3 bestand aus einer 6,5h Grundlagenrunde. Mit dem Niner lassen sich sehr gut km fressen, egal ob auf Rad- oder Schotterwegen. Zum Schluss der Runde suchte ich mir noch ein paar flowige Trails, die "absolute Schokoladenseite" des 29er. Mit absoluter Laufruhe und Lenkpräzision schießt es durch die Trails, das es einfach nur süchtig macht!

Das Fazit nach 3 Tagen und 350km: Das Niner ist ein tolles Bike, welches auf Grund der größeren Laufräder eine überragende Traktion verbunden mit sehr guter Laufruhe und sicherem Handling in allen Fahrsituationen gegenüber seinem 26er Bruder bietet. Von der angeblichen Trägheit der Laufräder ist kaum etwas spürbar, aller höchstens beim Anfahren.
Das Einsatzgebiet des 29-er ist dementsprechend sehr groß - vom Tourenbike über den Einsatz in Wettkämpfen bei Marathons, Etappenrennen und Cross Country Rennen bis hin zum Fully Ersatz. 
Wünschenswert wäre eine andere Übersetzungsanpassung, im Gelände braucht man den größten Gang 44-11 äußerst selten, dafür wäre eine engere Stufung der Gänge von Vorteil. Aber mit den neuen 30 Gang Schaltkomponenten kommt hier bald Abhilfe, z.B. mit einem 42 Kettenblatt und einer Kassette 11-36.