Sonntag, 05. September 2010

 

 

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Albstadt Marathon - 86km/1600Hm bei Gluthitze

 

 
  Samstag 10.07.2010. Um 12 Uhr startete der diesjährige Albstadt Marathon. Petrus meinte es gut. Die 2321 Fahrer schwitzen schon vor der ersten Radumdrehung am Start bei 42 Grad in der Sonne. Mit dabei Haibike-Fahrer und Best-Bike-Parts Teamchef Lukas Kubis und die Best-Bike-Parts Fahrer Florian Gall, Jörg Scherle, Jens Böhme und Nicolas Vogt. Auch das Feld war stark besetzt mit drei nationalen Meistern (Deutschland, Schweiz, Österreich) und vielen weiteren Profis.

Lukas Kubis entschloss sich kurzfristig beim Albstadt Marathon an den Start zu gehen um seine Form nach der Verletzungspause vor dem langen Rennen nächste Woche in Bad Goisern zu testen. Mit 42° in der Sonne waren die Bedingungen nicht die Besten für Lukas, aber er stellte sich dem Kampf. Um 12 Uhr erfolgte der Startschuss und über 2300 Biker gingen auf die 86km lange Strecke. Lukas kam erstaunlich gut in Tritt und die Beine waren hervorragend. Er positionierte sich in der Spitzengruppe, die mit dem Schweizer Meister Andreas Kugler, dem östereichischen Meister Alban Lakata und dem Deutschen Meister Jochen Käß und einem Dutzend weiteren internationalen Topfahrern so hochgradig wie noch nie besetzt war. Unbeeindruckt dessen setzte sich der Haibiker nach dem ersten Anstieg an die Spitze und diktierte das Tempo, so dass die Spitzengruppe sich auf 14 Mann dezimierte. Nach 20 min war aber auch die erste Trinkflasche dann leer und beim Griff nach unter der Schock! Die zweite noch volle Trinkflasche war weg, ist in der Abfahrt zuvor raus geflogen. Inzwischen 40° und nix mehr zu trinken, die Verpflegung erst in ca. 10km, was machen? Da hilft alles nix, Lukas musste das Tempo drosseln und lies sich langsam zurückfallen zu Alexander Speisekorn der ca. 20s hinter der Spitzengruppe versuchte sich ran zu kämpfen. Alex gab Lukas etwas trinken ab und die beiden kämpften sich wieder nach vorne. Genau vor der Verpflegungsstelle hatten sie die Gruppe fast wieder eingeholt. Doch Lukas hatte keine Wahl, er musste anhalten und seine Flasche befüllen. Nach 40km kam dann der rettende Betreuer mit 2 randvollen Flaschen. Doch da der Haibiker ohne ausreichend Wasser keine Gels und Riegel essen konnte, war der Akku schon ziemlich leer und jetzt war der Durst unersättlich, so war Lukas gezwungen auch bei den nächsen Verpflegungsstellen anzuhalten um seine Flasche zu befüllen und fiel weiter zurück. Am Ende rettete er den 22. Platz ins Ziel und war über das Ergebnis trotzdem sehr froh: "Bei dieser Gluthitze hätte ich nie gedacht so weit vorne bei der Elite mitfahren zu können, bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden und freue mich auf das Rennen nächste Woche mit hoffentlich dann auch wieder mildere Temperaturen".

Nico Vogt konnte am ersten Anstieg gemeinsam mit Lukas in der Spitzengruppe mitfahren, später setzte sich der BBP Fahrer in der ersten Verfolgergruppe fest, in der sich z.B. auch Thomas Frischknecht befand. "Der weitere Rennverlauf war recht unspektakulär", so Nico. "Ich achtete auf Grund der extrem hohen Temperaturen sehr darauf immer genügend zu trinken". Nico beendete dieses starke Rennen nach 3:12h auf Platz 34 (AK28)
Teamfahrer Jörg Scherle wurde ein Opfer der Hitze. Bis zur Rennhälfte noch in den Top 50 liegend, brach er Richtung Ziel ein. Jörg finishte in 3:35h auf Platz 121 (AK33)

Die Ergebnisse:
Lukas Kubis - Team Haibike - 3:07h - Platz 22 (AK20)
Nicolas Vogt - Best Bike-Parts/HAIBIKE - 3:12h - Platz 34 (AK28)
Florian Gall - Best Bike-Parts/HAIBIKE - 3:22h - Platz 59 (AK12)
Jörg Scherle - Best Bike-Parts/HAIBIKE - 3:35h - Platz 121 (AK33)
Jens Böhme - Best Bike-Parts/HAIBIKE - 4:04h - Platz 424 (AK65)
 
 

Dominic Cloudt bei der Zillertal Bike Challenge - Pech, Pannen, eine Luftmatratze und zweimal Podium

 
  Tag 1:
Start war um 9.00 Uhr, bei glühender Hitze (32°Grad im Schatten), es sollte gleich einen 17km (1200Hm)  langen Anstieg hoch gehen in das Skigebiet Hochfügen. Hier konnte Dominic Cloudt sich auf den ersten Kilometern in die Spitzengruppe der Prince Kategorie einordnen.
Ein angebrochener Schnellspanner machte ihm auf dem Weg nach oben allerdings einen kleinen Strich durch die Rechnung, nach kurzer Ausbesserung kam er auf Platz 2 U23  (17. Gesamt) am Gipfel an. Auf der Abfahrt sollte es gleich weiter gehen mit dem Problemen, so kamen dort zwei gebrochene Speichen und dementsprechend ein kaputtes Hinterrad hinzu, bis zur Zieleinfahrt konnte Dominic noch zwei Platten hinzu zählen. Völlig entnervt  kam er auf Platz 4 AK (38. Gesamt) an, aber die Beine waren gut, also den Tag unter Pleiten, Pech und Pannen abhaken, es konnte ab jetzt doch eigentlich nur noch besser werden.

Tag 2:
Zu erst noch ein Nachtrag zu dem Pleiten, Pech und Pannen Tag 1: Der Sonnenbrand auf den Armen und im Nacken tat tierisch weh. Mit viel Wut im Bauch vom Vortag wurde gleich am ersten Berg attackiert, hierbei bildete sich eine Spitzengruppe von ca. 5-6 Fahrern, welche aber an der ersten Tragepasse über eines der zahlreichen Schneefelder auseinander brach, da Radl tragen bei 42% Steigung nicht unbedingt jeder Mann’s Sache war. Aber bei der Zieleinfahrt konnte Dominic einen guten 3. Platz AK verbuchen.

Tag 3:
Der Hinter Tuxer Gletscher warf seinen Schatten voraus, es sollte hoch hinaus bis auf fast 3.000 Meter über Null gehen und das ganze mit einem Schlussanstieg von 5km und 750Hm und durchschnittlich 15% Steigung. Der Tag lief gut, es fand sich relativ schnell eine Verfolgergruppe welche Michael Schuchardt und Co. jagten, die Gruppe arbeitete am ersten Berg erstaunlich gut zusammen später jedoch bröckelte sie im mehr auseinander was abermals an den vielen Schneefeldern lag. So wurde es bis kurz vor der Zieleinfahrt fast ein Wetttragen bzw. ein Wettschieben. Am Ende im Ziel auf dem Tuxer Ferner Haus konnte Dominic abermals auf Platz 3 AK und somit aufs Podium springen (25. Gesamt)

Abschließend ist zu sagen, Pleiten Pech und Pannen hin oder her ein Super Event (DANKE nochmal für den Support an Nadine Jörissen) und eine ganz neue Erfahrung während einem Etappenrennen im Zelt auf einer Luftmatratze zu schlafen und sich am morgen vor dem Rennen keine Gedanken um die schweren Beine machen zu müssen, da der Rücken sowieso mehr schmerzt und die Luftmatratze keine Luft mehr hat.